01.07.2013

Mehr Effizienz durch Standardisierung

Als eines der zentralen Elemente innerhalb der Supply Chain kann eine gute Verpackung einen wesentlichen Beitrag zur Effizienzsteigerung leisten, wenn Optimierungspotenziale beispielsweise durch die Standardisierung des Verpackungsmaterials gezielt ausgeschöpft werden.

Welche Möglichkeiten sich modernen Unternehmen in diesem Segment bieten, erklärt Olaf Peter von der TransPak AG, dem Marktführer für Verpackungsmittel in Deutschland. Mit umfassenden Knowhow, hoher Beratungskompetenz und einer ausgefeilten Logistik hat sich die Firmengruppe als Systemanbieter für bedarfsgerechte Verpackungskonzepte seit vielen Jahren erfolgreich im Markt etabliert.

MM: Herr Peter, welche Effekte ergeben sich ganz konkret durch die Standardisierung von Verpackungsmitteln?

OP: Wenn standardisiertes und universell einsetzbares Verpackungsmaterial für den Produktschutz verwendet wird, so wirkt sich das auf die gesamte Logistikkette aus. Dies führt zu direkter und indirekter Kostenersparnis in vielen Unternehmensbereichen: Der Aufwand in Beschaffungs- und nachgelagerten Prozessen verringert sich durch die Fokussierung auf wenige, aber leistungsstarke Lieferanten. Wird die Variantenvielfalt eingedämmt, sinkt die Zahl der zu bearbeitenden Positionen. Im Lager vereinfachen sich Handling und Verpackungsverwaltung. Die Fehlerquote reduziert sich, die Prozesssicherheit erhöht sich. Weniger Lager- und Bereitstellungsflächen machen sich direkt positiv in der Bilanz bemerkbar. Zusätzlich verbergen sich verpackungsabhängige Kosten beim Transport, etwa bei den Faktoren Handling, Beschädigung, Rückführung und Reklamation. Auch bei der Kennzeichnung beschleunigen und vereinfachen sich die Abläufe, wenn Standardverpackungen genutzt werden. Nicht zuletzt verbessern sich die Einkaufskonditionen durch höhere Mengen gleicher Verpackungen.

MM: Können Sie unseren Lesern ein konkretes Beispiel nennen?

OP: Sicher. Für einen der führenden Anbieter hochpräziser Antriebstechnik, die insbesondere in der Luft- und Raumfahrt, im Maschinenbau und in der Robotik zur Anwendung kommt, entwickelten wir eine universell einsetzbare Verpackungslösung. Sie schützt die unterschiedlichen Getriebeboxen, Planetengetriebe, Servomotoren sowie komplexen Antriebssysteme wirkungsvoll. Im Rahmen der fundierten Prozessanalyse erkannten wir zudem, das sich bei dem Hersteller auch flexibel einsetzbare Konstruktivverpackungen aus dem Standardsortiment nutzen lassen. Insgesamt minimierten wir so Variantenvielfalt, Aufwand und Kosten und optimierten die Bedarfssteuerung.

MM: Sie sprachen es gerade an - die Standardisierung muss nicht das einzige probate Mittel sein. Auch Sonderlösungen können zum Ziel führen …

OP: In der Tat. Die Optimierung des genutzten Verpackungsmaterials ist eine weitere Option, die sich unter Umständen schnell amortisieren kann. Wir von TransPak entwickeln und realisieren unter Berücksichtigung der spezifischen Produktions-, Einkaufs- und Versandprozesse maßgeschneiderte Verpackungskonzepte und Sonderlösungen, um die Wirtschaftlichkeit in allen verpackungsrelevanten Abläufen zu erhöhen. Konkretes Beispiel: Einer der europaweit führenden Hersteller für Premium-Produkte im Audiomarkt nutzte bis dato beim Verpacken 6 unterschiedliche Enlagen, die bei der Konfektionierung natürlich durch die vorgegebene Reihenfolge ein Höchstmaß an Konzentration erforderten. Wir ersetzten sie durch eine einzige, universell einsetzbare, keilförmige Verpackung mit Membranpolstern. Damit sind die zurzeit 45 Verstärkermodelle mit ihren unterschiedlichen Gehäusegrößen und Gewichten und den rückseiteigen Anschlüssen in den Umverpackungen bestens geschützt. Durch diese Konzentration auf eine einzige Einlage für alle Modelle beschleunigten sich die Prozesse Im Lager und beim Verpackungsprozess außerordentlich. Des Weiteren können auch Mengenvorteile bei der Bestellung ausgenutzt werden und die Versandkosten sinken, da das Gewicht der neuen Einlagen sich glatt halbierte.

MM: Abgesehen vom Verpackungsmaterial – wie können Sie als Systemanbieter Ihre Kunden zusätzlich unterstützen?

OP: Mit einer breiten und modular aufgebauten Palette an Serviceleistungen, damit unsere Kunden sich auf ihre Kernkompetenzen konzentrieren können: Wir verfügen über 40.000 Palettenstellplätze in eigenen Lägern. Aufgrund unserer dezentralen Organisation mit 17 Standorten in Deutschland und Europa sowie dank einer ausgefeilten Logistik mit eigenem Fuhrpark bringen wir alle benötigten Standard- wie auch Sonderprodukte mit einer Lieferquote von annähernd 100 % innerhalb von 24/48 Stunden oder auch Just-in-time rechtzeitig zum Ziel. Damit stellen wir die permanente Verfügbarkeit vor Ort sicher. Zudem bieten wir Verpackungsmaschinen als Miet-, Leasing- oder Kaufobjekte an und gewährleisten mit unserem eigenen After-Sales-Service für Maschinen ihre hohe Verfügbarkeit. Wir koordinieren im Rahmen eines Full-Service-Angebots auch das gesamte Verpackungsmanagement inklusive der Disposition.

MM: Herr Peter, Ihr Fazit zum guten Schluss?

OP: Die Verpackung wird zunehmend an Bedeutung als Erfolgs- und Effizienzfaktor gewinnen, denn sie steht im Zentrum der Logistik- und auch Marketingprozesse. Sie ist ein wesentliches Element, wenn es um Umwelt und Nachhaltigkeit geht. Als wenig beachteter C-Artikel ist die Verpackung passé. Verpackungen entwickeln sich zum Schwergewicht innerhalb der gesamten Wertschöpfungskette.

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